Gerhard Kurt Müller. Maler / Bildhauer / Zeichner

08. Juli 2018 – 07. Oktober 2018

Radfahrer (Detail), 2002/2003, Öl auf Hartfaser, 120 x 150 cm, Gerhard-Kurt-Müller-Stiftung

Gerhard Kurt Müller gehört zu den wichtigsten Repräsentanten der „alten“ Leipziger Schule. Seine kraftvollen Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken zeigen den ungebrochenen Willen eines Humanisten, der in einer grausamen und menschenfeindlichen Welt Haltung zu bewahren sucht.

Die Ausstellung versammelt Hauptwerke aus den letzten 50 Jahren, darunter viele seiner großformatigen Gemälde. Dazu treten Holzskulpturen und Köpfe seines bildhauerischen Œuvres, die den in seiner Existenz bedrohten, verwundeten und hoffenden Menschen zeigen. In einem zweiten Teil wird das zeichnerische und grafische Werk Müllers ausführlich präsentiert – die Blätter aus der Folge „La grande guerre“ stehen dabei im Zentrum. Das sich hinter Masken verbergende Böse wird hier wie auf anderen Werken vom schonungslosen Duktus Müllers in elementaren Gesten demaskiert.

Müller wurde 1926 in Leipzig-Probstheida geboren. Nach traumatischen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg und dreijähriger Kriegsgefangenschaft in Frankreich bewarb er sich 1948 an der Akademie für Grafik und Buchkunst Leipzig und wurde dort Schüler von Elisabeth Voigt. Gemeinsam mit Bernhard Heisig prägte er die Hochschule in den turbulenten 1960er Jahren maßgeblich und war von 1964 bis 1966 ihr Rektor. Seit 1968 arbeitete er als freischaffender Maler und widmete sich seit 1973 auch der Bildhauerei.

Faltblatt mit Begleitprogramm

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