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Graphische Sammlung

Felixmueller

Sieht man von dem Bestand alter Graphik in Lindenaus Kunstbibliothek ab, so ist die Graphische Sammlung die jüngste Abteilung des Museums. Von ihrem eigentlichen Beginn im Sinne eines systematischen Auf- und Ausbaues kann erst nach der Wiedereröffnung des Museums 1949 gesprochen werden. Er ist mit dem Namen Hanns-Conon von der Gabelentz (1892–1977), dem ersten Direktor nach dem Zweiten Weltkrieg, verbunden. Zwei Schwerpunkte bildeten sich dabei heraus: deutsche Graphik der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts einerseits und Nachkriegsgraphik in der DDR mit einer Betonung auf dem graphischen Schaffen in den Regionen Dresden, Leipzig, Berlin andererseits. Heute umfaßt der Bestand der Graphischen Sammlung ca. 40.000 Blätter.
1994/95 konnte mit dem Ankauf einer Privatsammlung der eigene Bestand an druckgraphischen Mappenwerken der zwanziger Jahre bedeutend erweitert werden; er zählt mittlerweile über 7000 Einzelblätter. Es ist angestrebt, die Sammlung im Lindenau-Museum zu einem internationalen Zentrum deutscher Druckgraphik auf diesem Spezialgebiet auszubauen.
Dank der Unterstützung des Förderkreises „Freunde des Lindenau-Museums“ und öffentlicher und privater Kunststiftungen gelang 2010 zudem der Ankauf der Gerhard-Altenbourg-Sammlung von Wilfried und Astrid Rugo, Düsseldorf. Damit verfügt das Museum über die umfassendste Kollektion des Künstlers in öffentlichem Besitz.
Die Graphische Sammlung ist für Besucher nach Anmeldung zugänglich.