2022

3. Juni bis 17. Juli 2022: Ausstellung anlässlich des Bernhard-August-von-Lindenau-Förderpreises

Mit dem Bernhard-August-von-Lindenau-Förderpreis wurde eine Auszeichnung ins Leben gerufen, die alle zwei Jahre die besten jungen Kunstschaffenden der Metropolregion Mitteldeutschland prämiert. Ziel ist es, junge Kunst zu fördern und ins Gespräch zu bringen.

Im Speziellen richtet sich der Förderpreis an Absolventinnen und Absolventen der benachbarten Kunsthochschulen in Dresden, Halle und Leipzig. Die Kunsthochschulen haben mit Etienne Dietzel, Simon Elias Meier, Katina Rank, Carolin Richter, Florian Schurz und Hanna Stiegeler jeweils zwei Absolventinnen bzw. Absolventen vorgeschlagen, die ihre Werke im Rahmen einer Gruppenausstellung im Lindenau-Museum präsentieren. Aus den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern wählt eine mehrköpfige Jury, bestehend aus Persönlichkeiten der Kunstszene und der Kunstwissenschaft sowie Vertretern der Sponsoren, kurz vor Ausstellungseröffnung die Preisträgerin oder den Preisträger aus. Der Förderpreis des Lindenau-Museums ist mit 5.000 € dotiert, zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Angesichts des sanierungsbedingten Umzugs des Lindenau-Museums in das Interim „Kunstgasse 1“ steht die erste Preisvergabe unter besonderen Vorzeichen. Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für die Ausstellung fiel die Wahl auf das Prinzenpalais des Residenzschlosses Altenburg, welches im Sommer 2021 ertüchtigt wurde und sinnbildlich für die enge Zusammenarbeit der Altenburger Museen steht. Bereits für das vergangene Jahr angedacht, findet die Ausstellung coronabedingt nun vom 3. Juni bis 17. Juli 2022 statt.

Ort: Prinzenpalais | Residenzschloss Altenburg

8. Mai bis 3. Juli 2022: Manege frei! Das Lindenau-Museum Altenburg zu Gast im Museum Burg Posterstein

Rudi Lesser: Zirkus III (Akrobat schön), 1926, Lindenau-Museum Altenburg

Seit der Antike kommen Menschen in einem Zirkus zusammen, um große Emotionen zu erleben. Der Zirkus, wie wir ihn heute kennen, entwickelte sich im 19. Jahrhundert. Mit seinen exotischen Tieren, Artisten, Zauberern und Clowns zieht er von Stadt zu Stadt, um dort die Zuschauerinnen und Zuschauer in seinem großen Zelt zu empfangen.

Eine Glanzzeit erlebte der Zirkus in den 1920er Jahren. Die Traumwelt im Zirkuszelt zog die Menschen, die in ihrem Alltag nach dem Ersten Weltkrieg viele Entbehrungen erdulden mussten, magisch an. Viele Künstlerinnen und Künstler zeigten sich fasziniert von den schillernden Farben, wilden Tieren und leicht bekleideten Damen. Die scheinbar freie, nomadische Zirkuswelt stellte einen Gegenentwurf zur urbanen Gesellschaft mit ihren Sitten und Normen dar.

Das Interesse der Künstlerinnen und Künstler an dieser Scheinwelt riss auch nach dem Zweiten Weltkrieg nicht ab. Vor allem in der DDR wurden Akrobaten, Seiltänzerinnen und Clowns unter der Hand der Künstlerinnen und Künstler zu Sinnbildern mit vielfältigen Bedeutungsschichten. Aus den reichen Beständen der Grafischen Sammlung des Lindenau-Museums sind in dieser Ausstellung etwa 50 Arbeiten von u. a. Alfred Ahner, Gerhard Altenbourg, Conrad Felixmüller, Hans Grundig, Josef Hegenbarth, Harald Metzkes, Otto Mueller, Max Schwimmer und Maria Uhden zu sehen.

Ort: Burg Posterstein