23. Oktober 2026 bis 24. Januar 2027: Faszination Etrusker – Provenienzforschung und Archäologie im Lindenau-Museum
23. Oktober 2026–24. Januar 2027
Die Etrusker, ein antikes Volk, das zwischen dem 7. und 1. Jahrhundert vor Christus im heutigen Mittelitalien lebte, übten bereits auf unseren Museumsgründer Bernhard August von Lindenau (1779–1854) eine große Anziehungskraft aus. Lindenau legte besonderen Wert auf die Anschaffung authentischer etruskischer Gefäßkeramik. In Lindenaus Kunstbibliothek fehlen die damaligen Standardwerke zur Etruskologie keinesfalls. Auch Künstlerinnen und Künstler der Moderne zeigten sich von den Etruskern fasziniert: Sie besuchten die Nekropolen Etruriens, sammelten etruskische Artefakte und ließen sich von der archaischen Formensprache zu eigenen Schöpfungen „im Stil der Etrusker“ inspirieren. Einer dieser vom Etrusker-Fieber angesteckten Künstler ist der aus Weimar stammende Maler Horst de Marées (1896–1988). Während seines Aufenthaltes in Florenz ab 1927 entstand seine knapp 150 Objekte umfassende archäologische Sammlung, die neben griechischen und römischen vor allem etruskische Erzeugnisse enthält, darunter spätetruskische Kastenurnen. Im Zuge seiner „Republikflucht“ in die Bundesrepublik 1960 kam die Kollektion zunächst zur Verwahrung ins Lindenau-Museum Altenburg. Im November 2022 schenkte sie die Erbin des einstigen Eigentümers dem Museum.
Die KUNSTWAND-Präsentation zeigt ausgewählte etruskische Stücke, die von Lindenau und Marées erworben wurden, neben Grafiken italienreisender Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter auch eigene Arbeiten des Sammlers.
Eröffnung: Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 18 Uhr
Ort: Lindenau-Museum „Kunstgasse 1“