Neuer Bestandskatalog „Baukunst für die Zeichenschule – Die Sammlung von Modellen nach antiker Architektur im Lindenau-Museum Altenburg“ veröffentlicht
Das Lindenau-Museum Altenburg hat Ende Juni den gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Klassische Archäologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena erarbeiteten und im Berliner Wasmuth Verlag erschienenen Bestandskatalog „Baukunst für die Zeichenschule – Die Sammlung von Modellen nach antiker Architektur im Lindenau-Museum Altenburg“ vorgestellt.
Es war der Wunsch des Astronomen, Politikers und Mäzens Bernhard August von Lindenau (1779–1854), die Altenburger Jugend in seiner 1848 gegründeten Kunstschule durch möglichst genaue Anschauung in antiker Architektur zu unterrichten. Kaum einer der damaligen Schüler hätte sich jedoch eine Reise nach Italien leisten können, weshalb Lindenau die Antike nach Altenburg holte – in Form von Architekturmodellen aus Kork, Stein und Bronze. Ergänzt wurde der Bestand sogar um eine Entwicklung „made in Altenburg“: eine „Architekturgeschichte in Modellen“ aus Terrakotta.
Bereits seit der Gründungsphase der Kunstschule beziehungsweise des Lindenau-Museums im Bestand, blieb die Sammlung von der Fachwelt über weite Strecken unbemerkt. Dennoch weist sie gegenüber anderen Sammlungen Besonderheiten auf: Diese liegen einerseits in der Verbindung zum Kunstunterricht und dem damit einhergehenden Anspruch, Lehrmaterial zu sein, andererseits in der großen Vielfalt der verwendeten Materialien.
Im Rahmen einer Buchpräsentation im Lindenau-Museum in der Kunstgasse 1 wurde der knapp 350 Seiten starke Band am 26. Juni 2026 offiziell vorgestellt. Dabei gaben die Herausgeber Dr. Roland Krischke, Direktor der Altenburger Museen, und Prof. Dr. Eva Winter, Lehrstuhlinhaberin für Klassische Archäologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, gemeinsam mit dem Projektverantwortlichen Dr. Ronny Teuscher und dem Verleger Bernhard Elias Einblicke in den Katalog, der sich als erste Publikation dem Bestand der Architekturmodelle widmet. Zugleich handelt es sich um die erste Neuerscheinung zur Antikensammlung des Hauses seit 2015.