Eberhard Göschel, Qumran II, Öl auf Leinwand, 1993

108,4 x 145 x 3,4 cm, Inv.-Nr. 2544

Eberhard Göschel, Qumran II, 1993 © VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Der Dresdner Maler Eberhard Göschel verfolgt seit Jahrzehnten einen konsequent reduzierten Malstil. Mit schweren, erdigen Farbtönen, die manchmal ins Blau wechseln, bringt er verborgene Strukturen zur Anschauung: Rhythmische Staffelungen, verschlungene Wege oder wurzelartige Geflechte. Das Gemälde geht auf eine Reise nach Israel im Jahr 1992 zurück, wo Göschel die Felshöhlen nahe der Ruinenstätte Qumran besuchte. Dort wurden zwischen 1947 und 1956 in tönernen Gefäßen hunderte Schriftrollen mit authentischen Texten aus dem antiken Judentum entdeckt. Darunter befanden sich auch die ältesten heute bekannten Handschriften des Alten Testaments. Das Gemälde wurde 2019 vom Lindenau-Museum angekauft und zählt zu den jüngsten Neuerwerbungen.

Eberhard Göschel (1943–2022)
Qumran II
Öl auf Leinwand, 1993
180,4 x 145 x 3,4 cm
Inv.-Nr. 2544

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