Conrad Felixmüller, Malerfamilie, Holzschnitt, 1920

24,2 x 16,9 cm, Inv.-Nr. G 1986-263

Conrad Felixmüller, Malerfamilie, 1920 © VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Die Technik des Holzschnittes wurde von den Künstlerinnen und Künstlern der Brücke meisterlich beherrscht und im beginnenden 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Conrad Felixmüller, der ab 1911 sein Kunststudium in Dresden aufnahm und dort maßgeblich durch die Brücke-Kunst beeinflusst wurde, verstand es, seine Gedanken und Gefühle in Holz zu schneiden. Er schuf kantige Porträts, beherrscht von großen dunklen Augen, geraden Nasenrücken und langgezogenen Schädelformen. Auf dem Blatt "Malerfamilie" aus dem Jahr 1920 zeigt er sich selbst als Künstler und Vater. In den Händen hält er die wichtigsten Utensilien der Malerei – Pinsel und Farbpalette. An seiner Seite steht Londa Felixmüller mit dem erstgeborenen Sohn Luca im Arm. Ein paar wenige Blätter vor einem angedeuteten Fenster im Hintergrund scheinen mit dem Kopf seiner Frau zu verschmelzen. Die Verbindung aus Blatt und Kopf könnte dafürstehen, dass Londa ihrem Mann die Stabilität und Kraft eines Baumes schenkte. Frau und Kinder waren für Felixmüller zeitlebens das liebste und häufigste Motiv.

Conrad Felixmüller (1897–1977)
Malerfamilie
Holzschnitt, 1920
24,2 x 16,9 cm
Inv.-Nr. G 1986-263

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