Hier fehlt Farbe!

Porträts bemerkenswerter Frauen aus der Sammlung des Lindenau-Museums wurden von Jugendlichen im Studio in lineare Zeichnungen umgesetzt. So ähnlich könnt Ihr Euch die Vorzeichnungen der Künstler vorstellen, bevor sie mit Farben ihr Kunstwerk vollendeten.

Ihr seid eingeladen, etwas über die Originale zu erfahren. Und Ihr habt die Möglichkeit, die Bilder auszudrucken und mit Stiften auszumalen. Oder Ihr gestaltet die Zeichnung digital in einem Malprogramm! Ihr könnt in der Farbigkeit der Originale bleiben – oder mehrere neue ungewöhnliche Farbvarianten ausprobieren. Oder Ihr erfindet neue Hintergründe und verändert Frisuren und Kleidung – ganz wie es EUCH gefällt!

Wir sind gespannt und freuen uns, wenn Ihr uns die Ergebnisse für eine Galerie auf unserer Homepage per Mail zur Verfügung stellt. Besonders interessante Ergebnisse nehmen wir gerne in das neue Web-Museum auf.

Mails bitte an: presse@lindenau-museum.de

Conrad Felixmüller, Pamela Wedekind, 1929

Pamela Wedekind (1906 – 1986) war eine deutsche Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin. Ihr Mann, der Dichter Carl Sternheim, war ein Bewunderer des Malers und Grafikers Conrad Felixmüller. Er gab dieses Porträt seiner jungen Frau bei dem Maler und Grafiker in Auftrag.

Pamela ist eine Schönheit mit ihren weit geöffneten, schillernden Augen, den hochgezogenen Brauen und dem roten Mund. Sie trägt ein elegantes graues Kleid, ein schwarzes durchscheinendes Tuch und kostbaren Schmuck. In ihrer rechten Hand hält sie eine rosafarbene Orchidee.

 

Sandro Botticelli, Bildnis einer vornehmen Frau, um 1475

Dieses Frauenporträt des italienischen Künstlers Sandro Botticelli ist ein bemerkenswertes und sehr ungewöhnliches Gemälde und eines der Glanzstücke in der Sammlung des Lindenau-Museums.

Dargestellt ist eine stolze Dame im Profil. Sie trägt einen Heiligenschein. Das Rad am linken unteren Bildrand und der Palmzweig verweisen auf eine Frau, die seit Jahrhunderten von den Christen verehrt wird: die Heilige Katharina von Alexandrien.

Ihr grüner Mantel verhüllt ein weißes Kleid, ihr blondes Haar ist kunstvoll geflochten und wird von roten Bändern gehalten.

Das Bild birgt ein Geheimnis: Als man es vor beinahe 60 Jahren zum ersten Mal geröntgt hat, haben  Wissenschaftler festgestellt, dass sich unter unserer „Heiligen Katharina“ eine weitere Dame befindet. Allerdings ohne den Mantel, den Heiligenschein und den Palmzweig. Das sind offenbar „Zutaten“ (Übermalungen), die vielleicht erst nach dem Tod des Künstlers auf das Bild gekommen sind.

 

Piermatteo d’Amelia, Heilige Maria Magdalena, 1481

Auf diesem Gemälde trägt Maria Magdalena ein grünes Kleid und einen wunderschönen, kunstvoll gemalten roten Mantel mit goldenen Stickereien. Ihr langes, gelocktes, blondes Haar umrahmt ihr Gesicht. In den Händen hält sie ein Salbgefäß.

Maria Magdalena war als eine der wenigen Frauen mit Jesus und seinen Jüngern unterwegs. Sie soll Jesus am Kreuz beigestanden haben. Als sie am dritten Tag nach seinem Tod seinen Körper salben wollte, war sein Grab leer. In der Bibel wird berichtet, dass der auferstandene Jesus ihr begegnet ist und ihr aufgetragen hat, seinen Jüngern von seiner Auferstehung zu erzählen.

 

Liberale da Verona, Madonna mit Kind, 1466-1470

Diese kleine Tafel war für das Gebet im Haus bestimmt.

Der Christusknabe umarmt zärtlich seine Mutter Maria, die ihn ganz vorsichtig umfasst. Er trägt ein rosafarbenes und mit goldenen Sternen besetztes Kleid. Auch sein Heiligenschein ist mit Ornamenten geschmückt. Er schaut uns mit wachem, freundlichem Blick an, seine Mutter dagegen ist sehr nachdenklich, als ahne sie das künftige Schicksal ihres Sohnes.

 

Domenico del Ghirlandaio, Bildnis einer Frau vor Landschaft, um 1480 bis 1485

Domenico del Ghirlandaio, der dieses ungewöhnliche Frauenporträt gemalt hat, genoss zu seinen Lebzeiten großes Ansehen in Florenz. Porträtmalerei und die Gestaltung detailgetreuer Landschaften haben ihn bekannt gemacht.

Mit viel Feingefühl stellt er eine junge nachdenkliche Frau dar. Sie trägt ein ganz schlichtes, dunkelblaues Kleid und eine einfache, helle Kopfbedenkung - eine Haube. Besonders sorgfältig ist ihr braunes Haar gearbeitet. Großen Wert hat der Maler auf die Gestaltung des Gesichtes gelegt. Die Unbekannte hat eine ganz zarte Gesichtsfarbe und rosa Wangen.

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