Planungsstand November 2021

Frontansicht des künftigen Lindenau-Museums Altenburg, Entwurf Kummer. Lubk. Partner, 2021

Seitliche Frontansicht des künftigen Lindenau-Museums Altenburg, Entwurf Kummer. Lubk. Partner, 2021

Blick auf die Eingangssituation des künftigen Lindenau-Museums Altenburg, Entwurf Kummer. Lubk. Partner, 2021

Blick auf den Empfangs- und Shopbereich des künftigen Lindenau-Museums Altenburg, Entwurf Kummer. Lubk. Partner, 2021

Dank einer großzügigen Förderung der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Thüringen wird das Lindenau-Museum in den kommenden Jahren vollständig saniert und deutlich erweitert. Während der sanierungsbedingten Schließung sind eine kleinere Dauerausstellung des Museums und die Kunstschule im Interim „Kunstgasse 1“ in der Nähe des Altenburger Marktplatzes zu finden.

Ziel der Sanierungsmaßnahme im Hauptgebäude ist neben der Erweiterung der Fläche der zum Haus gehörenden Kunstschule, die Herstellung der Barrierefreiheit, die Einrichtung eines großzügigen Kassen- und Shopbereichs, zeitgemäßer sanitärer Anlagen und nicht zuletzt die Erweiterung der Ausstellungsflächen, die zudem endlich klimatisiert werden.

Um die dafür notwendigen Flächen zu erhalten, werden wesentliche Funktionsbereiche des Museums, die bisher alle unter einem Dach untergebracht waren, ausgelagert. Depots, Werkstätten, Büros und die Grafische Sammlung werden im nahe gelegenen Herzoglichen Marstall untergebracht, der dafür ebenfalls saniert werden wird.

Nach der Neueröffnung des Lindenau-Museums an der Gabelentzstraße bleiben Depots, Werkstätten und Büros bis zur Fertigstellung des Marstalls im Interim „Kunstgasse 1“. Grundsätzlich waren diese Pläne bereits in der Neukonzeption des Lindenau-Museums mit dem Titel „Der Leuchtturm an der Blauen Flut – Das neue Lindenau-Museum und die Altenburger Trümpfe“

die auch die Grundlage für die Förderung von Bund und Land war, skizziert worden. Gegenüber den ursprünglichen Ideen haben sich im Laufe der Planungen jedoch einige Veränderungen ergeben.

Seit 2019 arbeiten Bauherr, Architekt, Planer, Denkmalbehörde und Nutzer eng zusammen und entwickeln Lösungen, um ein Museum, das hochgesteckten funktionalen und ästhetischen Anforderungen genügt, zu realisieren. Im Herbst 2021 konnte vom Architekturbüro Kummer. Lubk. Partner der Entwurf für den neuen Eingangsbereich vorgestellt werden. Er sieht einen ebenerdigen Eingang im Stadtgeschoss vor, das sich zur Wettiner Straße hin öffnet. Als geschwungene Glasfassade konzipiert, übersetzt dieser Eingangsbereich die Idee eines an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientierten Museums in die Architektur.

Mit diesem neuen Eingang in der Architektursprache des 21. Jahrhunderts will das Kunstmuseum seinen Besuchern den Zugang erleichtern und nicht nur im übertragenen Sinne die Schwelle senken. Das Gebäude wird auch nach der Sanierung seinen alten Charme behalten. Besondere Ausstellungsbereiche, für die das Museum weithin bekannt ist, wie z. B. die Abguss-Sammlung, wird es auch in Zukunft geben. Neu wird ein Ausstellungsbereich sein, der über den Museumsgründer Bernhard August von Lindenau (1776-1854) informiert. Es wird außerdem noch mehr Wert als bisher auf Vermittlung gelegt werden, um den Museumsbesuch auch für Familien und junge Menschen attraktiv zu machen.

Mitschnitt der Entwurfspräsentation

Am 29. November 2021 stellte Markus Sabel vom Erfurter Architekturbüro "Kummer.Lubk.Partner - Architekten Ingenieure Generalplaner" den aktuellen Planungsstand zum künftigen Lindenau-Museum Altenburg in der Gabelentzstraße vor. Als Publikum geladen waren die Fraktionen des Stadtrates der Stadt Altenburg und des Kreistages des Altenburger Landes.

Über das Planungsgeschehen werden wir weiter berichten. Informationen hierzu finden Sie auf unserer Homepage, in den Sozialen Medien und auf unserem YouTube Kanal.

Video: Mike Langer - ABG TV