Präsentation
Digitalisierung

12. Oktober 2022
10 - 15 Uhr

Am Tag der Offenen Digitalwerkstatt sind Sie eingeladen die einzelnen Schritte der Sammlungsdigitalisierung des Lindenau-Museums kennenzulernen. Ihnen werden die jeweiligen Prozesse des Digitalisierungsworkflows stationsweise präsentiert. In einem Vormittags- und Nachmittagsblock besuchen Sie im Rotationsprinzip die angebotenen Stationen in Zeitfenstern von jeweils 20 bis 30min.

Vormittagsblock 10-12 Uhr

Station A   Digitale Ersterfassung von Musealien (vom Analogen ins Digitale): Die digitale Erfassung geht im ersten Schritt immer von dem Objekt selber aus. Hier erhält man Informationen wie etwa mögliche Beschriftungen, Materialzusammensetzung und grafische Technik. Auch die Maße sollten direkt am Objekt ermittelt werden. Als Hilfsmittel sind im 2. Schritt Inventarbücher oder Karteikarten heranzuziehen. Hier erhält man z.B. Informationen über die Provenienz des Werkes. Anschließend wird aus dem gewonnenen Informationen ein digitaler Datensatz zu dem Objekt angelegt. Der in der Sammlungsdatenbank digiCult erstellte Datensatz ist somit das Grundgerüst, auf dem alle weiteren Schritte des Erfassungs- und Digitalisierungsworkflows aufbauen. --> Ort: Depot

Station B   Konservatorische Bearbeitung: Anhand von zwei Mappen werden die unterschiedlichen restauratorischen Zustände (Zustandskategorie 1 und 2) gezeigt. Mögliche Maßnahmen, wie Seidenpapier einlegen, Reinigung und mechanisches Glätten der Blätter werden demonstriert. Die Praktikantin zeigt die Herstellung von Schutzverpackungen. Außerdem wird der Workflow mit Goobi gezeigt. --> Ort: Depot

Station C   3D-Photogrammetrie (Erfassung): Anhand eines Objektes werden exemplarisch ca. zwanzig Aufnahmen mit der Digitalkamera erstellt. Es soll hierbei gezeigt werden, welche Kameraeinstellungen, welcher Fotoarbeitsplatz und welche Objekte am besten für eine 3D-Photgrammetrie geeignet sind. --> Ort: Depot

Station D   OpenDigiWerkstatt Mitgebrachtes: Es kann an dieser Station Flachware bis A2+ mit max. 10cm Objekttiefe (Tiefenschärfe des Kameraobjektivs) digitalisiert werden. Die Teilnehmer*innen können dazu ein passendes Objekt aus Ihrem Depot mitbringen. Bei Bedarf bitte einen Datenstick bereithalten! --> Ort: Digi-Werkstatt im 2.OG

 

Nachmittagsblock 13-15 Uhr

Station E   Restauratorische Bearbeitung: In der Restaurierungswerkstatt "Papier" werden Werke der Zustandskategorie 3 gezeigt und Maßnahmen erklärt. --> Ort: Papierwerkstatt im 2.OG

Station F   Digitalisaterstellung wahlweise „2D-Ware“ oder „Spezial“ an 3 Objekten: Für drei ausgewählte Objekte bis zum Format A1+ wird der neue, hochauflösende Digitalisierungs-Arbeitsplatz (mit der Kamera PhaseOne iXH 150 MP) vorgeführt. Anhand einer Studiosituation (Tisch, Buchwippe, Beleuchtung) werden mit der Digitalisierungssoftware "Capture One CH (Cultural Heritage)" wahlweise an einem gebundenen Objekt, einer Grafikmappe sowie einem Foliant die jeweiligen Arbeitsweisen vorgestellt - von der Auflage über die Ausleuchtung bis zum Bild-Export. Auf Wunsch der Teilnehmer*innen wird auch der Umgang mit Dias, Röntgenaufnahmen und Wasserzeichen/Stempeln (glänzende Oberflächen, Durchleuchtung etc.) unter Einsatz eines Leuchtpultes vorgeführt. --> Ort: Digi-Werkstatt im 2.OG

Station G   3D-Photogrammetrie (Rendering): Für die an der Station "Erfassung" erstellten Objektfotos werden die einzelnen Arbeitsschritte bis zu einem fertigen 3D-Objekt mit einer 3D-Software (Agisoft) skizzenhaft veranschaulicht. Dieses mit wenigen Fotos entstandene Modell ist als Muster anzusehen, für welches die gezeigten Schritte im Anschluss auf aussagekräftigere Objekterfassungen übertragen und der Prozess anhand dichterer Punktwolken gezeigt wird. --> Ort: 3D im 2.OG

Station H   Datamanagement + OnlineCollection: Die in den Digitalisierungsarbeitsschritten entstehenden Daten werden nach Standards (Metadaten, IPTC, DFG-Praxisregeln) normiert und so in Datenbanksystemen für (a) die Online-Publikation und (b) zum Zwecke der Langzeitarchivierung gespeichert. Das große Ziel ist die Sichtbarkeit der Museumsbestände für wissenschaftliche und touristische Zielgruppen zu erhöhen. Dazu steht neben dem Workflow-Tool goobi insbesondere die Museumsdatenbank des MVT "digiCULT" und das von der ThULB bereitgestellte DAM-System "digiCULT.UrMEL" im Mittelpunkt dieser Station. Hier wird Ihnen der Veröffentlichungsweg der Daten hin zur zukünftigen Online-Collection und auch bis zu Drittportalen der DDB und Europeana veranschaulicht. --> Ort: Konferenzbereich im 2.OG