2026

12. Mai bis 16. August 2026: Der fantastische Gerhard Altenbourg – Ausstellung zum 100. Geburtstag

Gerhard Altenbourg, Auch ein Mikrophon, 1973, Lindenau-Museum Altenburg, Foto: punctum/Bertram Kober © Stiftung Gerhard Altenbourg/ VG Bild-Kunst, Bonn 2026 | Gestaltung: GRUETZNER TRIEBE, Berlin/Leipzig

 

2026 feiert das Lindenau-Museum Altenburg den 100. Geburtstag des in Thüringen geborenen Künstlers Gerhard Ströch, der sich den Künstlernamen Gerhard Altenbourg gab. In der DDR lange verkannt, war er zugleich einer der wichtigsten Zeichner und Grafiker des 20. Jahrhunderts.

Die Sonderausstellung im Lindenau-Museum im Prinzenpalais des Residenzschlosses zeigt zentrale Werke Altenbourgs und führt in seine besondere Bildwelt ein. Zu sehen sind tänzerisch anmutende Figurenfolgen, Traumgestalten und bizarre Landschaften. Präsentiert werden Künstlerbücher, Zeichnungen, Druckgrafiken und Metallarbeiten sowie skizzenhafte, teils unvollendete Arbeiten mit fantasievollen und skurrilen Szenen. In diesen „fantastischen Figurationen“ begegnen dem Publikum bizarre Monster und andere seltsame Wesen, die Altenbourg mit ungewöhnlichen Titeln versah. Die Ausstellung bietet Mitmachstationen für alle, die kreativ werden möchten. Die Werke geben Einblick in seine Arbeitsweisen und zeigen seine intensive Auseinandersetzung mit den Kunstströmungen der Klassischen Moderne.

Die Jubiläumsausstellung entstand in Kooperation mit der Stiftung Gerhard Altenbourg und präsentiert einen Querschnitt seines umfangreichen Werkes aus der eigenen Sammlung sowie Leihgaben. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hirmer Verlag.

Lassen Sie sich entführen in die fantastische Welt von Gerhard Altenbourg!

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Thüringer Landtagspräsidenten Dr. Thadäus Rudolf König und wird von einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm flankiert.

Mit dem Schaufenster-Spaziergang „Altenburg entdeckt Altenbourg“ macht das Lindenau-Museum Altenburg vom 5. Mai bis zum 23. August 2026 das Leben und Werk des Künstlers Gerhard Altenbourg in Form eigens kreierter Kunstwerke im Stadtraum erlebbar. Eine Karte mit den entsprechenden Informationen finden Sie hier.

 

Eröffnung: Sonntag, 10. Mai 2026, 15 Uhr, Bachsaal im Residenzschloss Altenburg

 

Ausstellungsort
Lindenau-Museum im Prinzenpalais des Residenzschlosses Altenburg

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und am Feiertag: 11–17 Uhr

Eintritt
4 € regulär / 3 € ermäßigt
9 € Kombikarte: Lindenau-Museum im Prinzenpalais, Schlossmuseum und Spielkartenmuseum
Im Shop des Lindenau-Museums ist keine Kartenzahlung möglich.

Barrierefreiheit
Die Zugänge in den Bachsaal (1. OG) und in die Sonderausstellung (2. OG) sind nicht barrierefrei.

Parkmöglichkeiten
Bitte beachten: Im Schlosshof gilt Parkverbot, ausgenommen Be- und Entladen.
Parkplatz Marstall: 450 m entfernt
Parkplatz Heinrich-Gottfried-Trost-Weg: 200 m entfernt

 

17. April bis 12. Juli 2026: Narren und Nordlichter – Grafische Arbeiten von Rolf Münzner

Rolf Münzner, Maskerade, 1974, Foto: Lindenau-Museum Altenburg

 

Rolf Münzner ist ein außergewöhnlicher Künstler, der sich in seinem vielfältigen Schaffen besonders der Zeichnung und dem Steindruck gewidmet hat. Er illustrierte detailreiche, düstere und zugleich zart anmutende Bildwelten, fantasievolle Grafikzyklen und wichtige Werke der Literatur. Nachdem er als junger Mann sporadisch die Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig besucht hatte, studierte er dort anschließend bei Gerhard Kurt Müller, Fritz Fröhlich und Hans Mayer-Foreyt Grafik und Illustration. Nach Tätigkeiten als freischaffender Künstler, zog es ihn zurück an die HGB, wo er Lehraufträge für Aktzeichnen und Illustration annahm und schließlich künstlerischer Leiter der Druckwerkstatt wurde. Von 1992 bis 2005 hatte er dort schließlich eine Professur für Grafik inne.

Das Lindenau-Museum in Altenburg stellte bereits im Jahr 1987 Zeichnungen des Künstlers aus. Knapp zehn Jahre später, 1996, wurde das druckgrafische Werk Münzners präsentiert, zu dem ein Katalog erschien. Im Dezember 2023 übergab Rolf Münzner dem Museum ein großes Konvolut seiner Arbeiten als Schenkung. An der KUNSTWAND sind ausgewählte Arbeiten daraus zu sehen.

 

Eröffnung: Donnerstag, 16. April 2026, 18 Uhr

Eintritt frei!

 

Ort: Lindenau-Museum in der Kunstgasse 1 | KUNSTWAND

 

23. Januar bis 12. April 2026: Was macht die Kunst? – Werke der Dozentinnen und Dozenten des studio

Symbolbild für Arbeiten im studio mit Bastel- und Gestaltungsutensilien und dem Schriftzug "Was macht die Kunst?" in einer Sprechblase
Foto: Nora Frohmann / Altenburger Museen

 

Den Jahresauftakt im Ausstellungsreigen der Altenburger Museen übernimmt traditionsgemäß die Kunstschule des Lindenau Museums mit einer Präsentation an der KUNSTWAND. Der Titel der Schau „Was macht die Kunst?“ kommt dabei nicht von ungefähr: Um die Neugier weiterer Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer sowie aller Interessierten zu stillen, werden in der Kunstgasse 1 Werke von studio Dozentinnen und Dozenten präsentiert, die die zahlreichen Semesterkurse in unterschiedlichsten künstlerischen Richtungen anleiten.

Und so vielfältig wie die Kursangebote sind auch die Techniken und Themen der gezeigten Arbeiten: selbst gestaltete Bücher, Keramiken, Soundstücke, Zeichnungen und vieles mehr. Zugleich werden damit Fragen beantwortet wie: Was machen die Dozentinnen und Dozenten in ihrer eigenen künstlerischen Praxis? Wie wirkt sich das auf ihre Kursinhalte und ihre Lehre aus? Und kann man darin etwas wiedererkennen?

Quasi nebenbei ist dies die Einladung zu einem breitgefächerten Angebot, das die Kunstschule Semester für Semester für die angehenden Künstlerinnen und Künstlern auf die Beine stellt.

Mit Arbeiten von:
Henriette Aichinger, Markus Bläser, Corinna Friedrich, Doreen Kaiser, Stefan Knechtel, Wiebke Kowal, Evelin Müller, Julia Penndorf, Carla Pinkert, Jorinde Rebbelmund, Vicky Ritter, Gerd Rödel, Susann Schade, Peter Schnürpel, Sebastian Speckmann, Thomas Suchomel und Carolin Woitke.

 

Eröffnung: Donnerstag, 22. Januar 2026, 18 Uhr

Im Rahmen der Eröffnung wird Henriette Aichinger (bildende Künstlerin und Dozentin im studio) eine Performance mit dem Titel „(birds)“ zeigen.

 

Ort: Lindenau-Museum in der Kunstgasse 1 | KUNSTWAND

 

24. Oktober 2025 bis 11. Januar 2026: Willkommen zu Hause! – Altenburger Ankäufe des Lindenau-Museums nach 1945

Impressionistische Darstellung einer weiten Landschaft rechts und Bäumen links.
Walter Leistikow, Märkische Landschaft, o. D., Foto: Lindenau-Museum Altenburg

 

Bereits zum vierten Mal werden an der KUNSTWAND des Lindenau-Museums Altenburg Einblicke in die Herkunftsgeschichte der hauseigenen Sammlungen gegeben. In diesem Jahr erlaubt sich das Museum ein „Heimspiel“: Die Präsentation widmet sich Neuzugängen aus Altenburg und der unmittelbaren Umgebung.

Mit Hanns-Conon von der Gabelentz, der das Lindenau-Museum nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges leitete, begann ein stetiger Zuwachs der Bestände vor allem im Bereich der Gemälde und der Grafischen Sammlung. Durch seine vielfältigen Kontakte in der Region konnte Gabelentz zahlreiche Kunstwerke aus der Stadt und ihrer Umgebung für das Lindenau-Museum erwerben, darunter Arbeiten von Alfred Ahner, Erich Fraaß, Walter Leistikow und Käthe Rocco.

Allein im ersten Jahrzehnt nach 1945 gelangten über 50 Kunstwerke aus Altenburg in das Museum. Verkauft wurden diese sowohl von lokalen Kunst- und Buchhändlern wie Julius Brauer und Hermann Bennewitz, aber auch von Privatpersonen wie Erich Dietz und Anneliese Ströch. Hinter den Erwerbungen verbergen sich spannende Geschichten von Wein liebenden Fabrikanten, vergessenen Malerinnen und umtriebigen Geschäftsleuten – eine Auswahl davon soll in der Kunstgasse 1 erzählt werden.

Ort: Lindenau-Museum, Kunstgasse 1 | KUNSTWAND

Eröffnung
Donnerstag, 23. Oktober 2025 um 18 Uhr

 

Dauerausstellung im Interim in der Kunstgasse 1

Dank einer großzügigen Förderung der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Thüringen wird das Lindenau-Museum aktuell vollständig saniert und deutlich erweitert. Eine kleine Dauerausstellung und die Kunstschule sind übergangsweise in einem Interim in der Kunstgasse 1 untergebracht.

 

Ort: Lindenau-Museum in der Kunstgasse 1